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Abschlussveranstaltung: volles Haus in Leipzig

Die Verbundpartner BF/M-Bayreuth, IIG Freiburg und die AristaFlow GmbH aus Neu-Ulm konnten mit dem Fachforum „Erfolgsfaktor eBusiness – wettbewerbsfähig durch elektronischen Geschäftsverkehr“ nach mehr als drei Jahren Projektarbeit einen letzten entscheidenden Meilenstein umsetzen und das Projekt GESINE (www.gesine-digital.de) erfolgreich abschließen.

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Gespannte Gäste im Kundenzentrum des Porsche Zentrums Leipzig © RKW-Sachsen e.V.

Etwa 100 Fachexperten aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung zur Abschlussveranstaltung und informierten sich am 2. Dezember 2015 im Porsche-Werk Leipzig ausgiebig über die Themen:

  • Neue Anwendungsfelder und Geschäftsmodelle im Mittelstand durch Big-Data,
  • Möglichkeiten und Grenzen von Industrie 4.0 in der Automobilzulieferindustrie,
  • Digitalisierung der Geschäftsprozesse in mittelständischen Unternehmen – Anforderungen, Lösungen und Praxisbeispiele,
  • Standardisierter elektronischer Datenaustausch zwischen Zulieferern und Großunternehmen mit „auto-gration“,
  • Prozessorientierte IT-Unterstützung bei der Umsetzung der Norm ISO 9001:2015 und
  • eBusiness-Reifegrad – Handlungsempfehlungen zum Self-Assessment.

Die Begrüßung des Fachforums sowie die Moderation zwischen den einzelnen Beiträgen übernahm Andreas Wächtler vom RKW-Sachsen, Projektleiter des Fördervorhabens eBEn (www.ebusiness-engineering.de). Er stellte in seiner Begrüßungsansprache den Hintergrund der Veranstaltung noch einmal klar heraus und auf welche spannenden Vorträge, Referenten und Projektergebnisse die Besucher sich einstellen konnten.

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A. Wächtler bei der Eröffnungsansprache und Vorstellung der Referenten © RKW-Sachsen e.V.

Das Grußwort der Veranstaltung übernahm Dr. Andreas Goerdeler (Leiter der Unterabteilung „Nationale und europäische Digitale Agenda“ im BMWi). Mit ein paar detaillierten Einblicken verschaffte er den Teilnehmer einer Überblick über die in der Digitalen Agenda anvisierten Maßnahmen und Ziele bis 2017 und gab zudem die Richtung vor, dass die Bereiche Crowd Funding und StartUps in Deutschland weiterhin ausgebaut wie auch aktiv unterstützt werden. Neben der aktuellen Datenschutzgrundverordnung waren auch neue und bereits bewährte Förderprogramme Gegenstand seines Vortrags.

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Dr. Goerdeler gibt Einblicke in die Digitale Agenda © RKW-Sachsen e.V.

Prof. Dr. Barbara Dinter von der Technischen Universität Chemnitz (Professur Wirtschaftsinformatik I) begann Ihren Vortrag mit einer allg. und leicht verständlichen Begriffsdefinition von Industrie 4.0 und Big Data, um alle Besucher auf den gleichen Kenntnisstand zu bringen. Nachfolgend ging Sie näher auf die Zusammenhänge zwischen diesen beiden Themen und dem Innovationsmanagement ein und welche entscheidende Rolle das Innovationsmanagement bei der Weiterentwicklung bestehender und Erschließung neuer Handlungsfelder für das Unternehmen mit sich bringt.

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Prof. Dinter bei ihrem Vortrag zu Industrie 4.0 und Big Data © RKW-Sachsen e.V.

Anknüpfend übernahm Prof. Dr. Werner Olle das Wort und zeigte eindrucksvoll mit aktuellen Daten und Fakten auf, welchen Bedarf die Automobilzulieferindustrie im Bereich der Digitalisierung hat und welche enormen wirtschaftlichen Potenziale sich im diesem Umfeld erschließen könnten. Er ging zudem auch auf den Begriff „Industrie 4.0“ ein und gab zu bedenken, dass viele Unternehmer diesen zwar kennen, noch lange aber nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. Mit einem abschließenden Praxisbeispiel „Digitalisierung der Produktion in KMU“ gab er den Besuchern handfeste Lösungsansätze mit auf den Weg, wie man sich den heutigen digitalen Themen stellen kann und sollte.

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Prof. Olle gab Einblicke in die Welt der Automobilzulieferer (von morgen) © RKW-Sachsen e.V.

Die Vorträge der Referenten regten einige Diskussionen an, die in der Kaffeepause weiter diskutiert wurden.

Frank Haferkorn vom RKW-Sachsen präsentierte nach der Pause die Ergebnisse aus dem Verbundvorhaben eBEn (eBusiness-Engineering). Neben der detaillierten Darstellung der Einflüsse von Industrie 4.0 auf die gesamte Wertschöpfungskette wurde das Hauptaugenmerk auf die praxisnahe Zusammenarbeit und die daraus resultierenden empirischen Erhebungen aus 26 Diagnoseprojekten gelegt. Valide Stammdaten stellten sich dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Verzahnung von IT und unternehmensinternen wie auch -externen Prozessen heraus. Denn nur wenn die Daten anfänglich korrekt im System hinterlegt und gepflegt sind, kommen am Ende wieder valide Daten heraus, die von Lieferanten, Herstellern etc. genutzt werden können.

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F. Haferkorn bei der Präsentation der Projektergebnisse eBEn © RKW-Sachsen e.V.

Marco Wetzel, Vertriebsleiter/Prokurist der Dietrich Wetzel KG, und Prof. Dr. Uwe Götze von der Technischen Universität Chemnitz (Professur BWL II – Unternehmensrechnung und Controlling) zeigten im Anschluss, wie gut sich die wissenschaftliche Erkenntnisse mit unterschiedlichen strategischen Ansätzen in die Praxis überführen lassen. Als Praxispartner des Projekts eBEn berichtete Hr. Wetzel des weiteren über die im Familienbetrieb gesammelten Erfahrungen bei der Einführung eines integrierten Stammdaten- und Geschäftsprozessmanagements und mit welchen Hindernissen er bei der Umsetzung zu kämpfen hatte.

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M. Wetzel berichtet über die Einführung eines integrierten Stammdaten- und Geschäftsprozessmanagements © RKW-Sachsen e.V.

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Prof. Götze bei der Erläuterung strategischer Vorgehensweisen zur Vorbereitung der Unternehmen auf Industrie 4.0 © RKW-Sachsen e.V.

Die Vorträge der Referenten sorgten für reichlich Gesprächsstoff und Abstimmungsbedarf. Das gemeinsame Mittagessen und der anschließende optionale Rundgang durch das Porsche Kundenzentrum boten daher eine ideale Gelegenheit intensiver zu diskutieren.

Ralf Hille, Geschäftsführer der Rotas Automotive Services GmbH, eröffnete nach dem großzügigen Buffet die 2. Runde des Vortragsprogramms und rundete mit den Ergebnissen des bereits abgeschlossenen Projekts CAR4KMU und dem Standard „auto-gration“ (automotive integration), der für den elektronischen Austausch von Nachrichten zwischen Unternehmen in der Automobilindustrie zuständig ist, das Vortragsprogramm ab. In zwei anschaulichen Videos verdeutlichte er die Idee hinter dem Standard und mit welchen Vorteilen der Einsatz konkret verbunden ist.

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R. Hille verdeutlicht den Nutzen des Standards „auto-gration“ © RKW-Sachsen e.V.

Aus Sicht der steigenden und sich fortlaufend anpassenden gesetzlichen Anforderungen legte Jürgen Huhle von der AristaFlow GmbH (stellv. für Martin Jurisch, Geschäftsführer AristaFlow) am Beispiel der ISO 9001:2015 dar, wie prozessorientierte IT-Lösungen dafür genutzt werden können eine automatisierte Prüfung von Compliance, Governance und Sicherheitsaspekten fortlaufend im Unternehmen zu gewährleisten. Dabei ging er vor allem auf die im Projekt GESINE entstandene BPM-Plattform ein, die es besonders kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen soll anhand
eines exemplarischen Rechnungsprozesses die sichere elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen auf Herz und Nieren zu prüfen und den möglichen Nutzen für eigene Prozesse hinsichtlich der Prozessautomatisierung und -digitalisierung abzuleiten. Im Kontext der ISO 9001:2015 fokussierte der Vortrag auf die Schwerpunktthemen Prozessmanagement, Wissensmanagement sowie Risikomanagement. Besonders viel Wert legte Herr Huhle dabei auf das Ermöglichen von Flexibilität bei automatisierten Prozessen. Nur auf diese Weise können letztere kontinuierlich optimiert werden.

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J. Huhle bei seinem Vortrag zur prozessorientierten IT-Unterstützung am Beispiel der ISO 9001:2015 © RKW-Sachsen e.V.

Dennis Schmidt vom BF/M-Bayreuth ergänzte anschließend den Vortrag um die im Projekt GESINE entwickelte Schulungs- und Beratungskomponente, die in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut FIT entstanden ist. Dabei gab er zu verstehen, dass bei vielen Unternehmen der Mitarbeiter selbst zunächst für den Umgang mit digitalen Prozessen sensibilisiert und befähigt werden muss, bevor es an eine konkrete Umsetzung gehen kann.

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D. Schmidt bei Vorstellung des im Projekt GESINE entstandenen Schulungs- und Beratungskonzepts für „Geschäftsprozessmanagement“ © RKW-Sachsen e.V.

Last but not least präsentierte Dennis Schiemann vom FIR e.V. an der RWTH Aachen die aktuellen Erkenntnisse aus dem bis Oktober 2016 laufenden Projekt eStep. Dabei zeigte er wie Unternehmen anhand eines Self-Assessment Tools ihren aktuellen eBusiness-Reifegrad ermitteln und sich dazu passende Lösungsansätze aufzeigen lassen können, um die Prozess- und Datenqualität im Unternehmen auf das nächste (Qualitäts-)Level zu bringen.

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D. Schiemann verdeutlicht den Einsatz von eBusiness-Reifegraden in KMU © RKW-Sachsen e.V.

Nach der finalen Zusammenfassung der Vorträge durch Moderator Andreas Wächtler wurden die Besucher zu einer exklusiven Führung durch die Produktion des Porsche Werks eingeladen, bei der sich noch intensiver über die Vorträge, gemeinsame Ansätze und erfolgsversprechende Kooperationsmöglichketen unterhalten werden konnte. – Ein passender Abschluss für eine durchweg gelungene Abschlussveranstaltung.

Sofern Sie Fragen zur Veranstaltung, zu einzelnen Vorträgen oder detaillierten Einblicken in die Projektergebnissen haben, stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.

An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an das RKW-Sachsen e.V. und AMZ-Sachsen für die sehr professionelle Organisation und Durchführung der Veranstaltung. 

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